Reisebericht Motorflug

Grüße aus Lappland oder läppische Grüße

Weil der Flughafen Sundsvall heute nicht vor 14:30 Uhr öffnete, konnten wir gemütlich ein umfangreiches schwedisches Frühstücks-Büffet genießen, anschließend noch einen Spaziergang durch das hübsche schwedische Städtchen machen um uns danach der Flugvorbereitung zu widmen. Die Wetterprognosen waren für den Weiterflug nach Norden gut und so entschieden wir uns für den ersten Leg die Strecke an der schwedischen Ostseeküste entlang nach Norden bis zum Tankstopp in Lulea zu fliegen. Wir verabschiedeten uns von Peter und Christoph. Und wieder begleiteten uns eine unendliche Zahl von Seen und riesige Waldflächen auf der Landseite und die schwedische Schärenküste mit den vielen Fjorden von der Seeseite. Nur die Städte Umea, Skelleftea und Pitea unterbrachen diese einsamen Landschaften. Der Flughafen von Lulea, mit Landebahnen wie beispielsweise der Flughafen Köln/Bonn 14/32, lag einsam direkt an der Ostsee. Während unseres Aufenthaltes gab es doch tatsächlich noch weiteren Flugverkehr. Ein A320 landete; vielleicht der einzige des Tages. Viele große Flughäfen in der Einsamkeit des weiten Schweden ohne, oder fast ohne Flugverkehr. So unser Eindruck. Hier in Lulea spürten wir schon den eisigen nordischen Wind; wir froren während unseres Tankaufenthaltes ganz schön und griffen schnell zu Pullover und Jacke. Nun verließen wir den Bottnischen Meerbusen und flogen ins Landesinnere. Und damit änderte sich auch die Landschaft. Die Wälder wurden weniger und es breiteten sich immer mehr Sumpf -und Moorflächen unter uns aus. Nun wissen wir auch, wo die Myriaden von Stechmücken leben. Bei bestem Fliegerwetter sind wir zum Abschluss des Tages im „Lappland Airport“ Gällivare (ESNG) eingefallen und haben ein kleines uriges Gasthaus, wie man es in Lappland wohl häufiger findet, gefunden und genießen um 23:30 Uhr die Sonne, die immer noch über dem Horizont steht. Unsere Wirtinnen, zwei junge deutsche Frauen, versichern uns glaubhaft, dass die Sonne die ganze Nacht in der Höhe über dem Horizont bleibt. Ein Glück, dass unser Zimmer mit einem Rollo einigermaßen abzudunkeln ist, so dass wir hoffen, doch trotz der ungewohnten Helligkeit schlafen zu können. Morgen ist in Schweden Staatsfeiertag; die Folge: ESGN wir erst um 13:00 Uhr geöffnet. Das wussten wir nicht; und nun können wir morgen erst um diese Uhrzeit starten. Also gilt es morgen Vormittag zu klären, ob der Norden frei wird/bleibt und damit auch fliegbares Wetter ist. Von hier zum Nordkap sind es lediglich 250 NM, also weniger als 3 Stunden Flugzeit. Der Tag ist hier 24 Stunden lang, so dass wir auch noch Zeit genug zum Weiterflug hätten. Was uns momentan noch fehlt ist das passende Wetter. Und dafür sollten unsere Wetterfrösche sorgen. Ich bin auch zuversichtlich, dass die das schaffen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Bernd und Sven für ihre Mühen und Arbeit; ohne die hoch qualifizierte Beratung der beiden Meteorologen und Freunde wäre es uns nicht so einfach gelungen, die richtigen Entscheidungen zu treffen! Wir werden morgen Vormittag genügend Zeit haben, um uns Wetterinfos einzuholen. Und dann werden wir entscheiden und weiter in unserem Blog informieren. http://www.gcmap.com/mapui?P=EDKB-EDXF-ENCN-ESOK-ESNN-ESPA-ESNG&MP=rect&PM=b:square5:black%2b%22%25i%25+%28N%2210r:black/:white&PC=%23ff0000&PW=3&RC=%23000080&DU=nm&SG=90&SU=kts

6.6.11 00:00

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kerstin (6.6.11 13:49)
Hey Jungs! Heute bin ich Euch nach Gällivare nachgereist bzw. -gesurft. Danke, dass Ihr für die "Zurückgebliebenen" fleißig interessante Kommentare und wunderschöne Fotos in Euren Blog gebt.
Auf Wiedersehen heute abend in/ am ???? ???
kerstin

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