Reisebericht Motorflug

The Eagle has landed

Heute war unsere Heimatbase Hangelar das Ziel. Bereits erste Wettererkundigungen am gestrigen Abend, eine E-Mail von Sven in der Nacht, Infos aus pc_met des DWD, die eingehende Wetterberatung durch Bernd und der abschließende Blick aus dem Fenster ließen keine Zweifel aufkommen: heute werden wir in Hangelar landen.

Unser Hotel in Kalundborg verwöhnte uns mit einem reichhaltigen und köstlichen Frühstück, sozusagen die „Henkersmahlzeit“ vor der Heimkehr.  Flugplan aufgeben, Karten vorbereiten und Taxi bestellen waren die notwendigen Maßnahmen, bevor wir uns zum Flugplatz fahren ließen.

Dort wartete unser schöner weißer Vogel noch leicht feucht vom Morgentau auf uns, schön verzurrt, damit ihm mögliche Stürme in der Nacht auch nichts hätten anhaben können.

Checken, Gepäck verpacken, einsteigen, anschnallen und über einen Minitaxiway zur Startbahn 27. Und weiter frei nach Reinhard May … bis sie abhebt und sie schwebt der Sonne entgegen…

Die Ostsee liegt schillernd unter einem strahlend blauen Himmel mit ersten zarten Cu-Entwicklungen und nicht weit von uns erstreckt sich die Storebæltsbroen, die große Brücke, die den großen Belt in einer Länge von über 14 Kilometer überquert und die dänischen Inseln Fünen und Seeland verbindet. Ein majestätisches und sehr beeindruckendes Bauwerk. An Odense und einer der schönsten  dänischen Inseln Ærø vorbei erreichten wir Schleswig Holstein und waren auch schon im Anflug auf Flensburg zu unserem letzten Tankstopp.

Nun hatten wir es eilig; die Empfehlung, noch einen Kaffee vor unserem Abflug zu genießen, kamen wir nicht nach. Noch schnell zu Hause anrufen und unseren Frauen die voraussichtliche Ankunftszeit in Hangelar mitteilen und schon hoben wir von der Piste in Flensburg Richtung Westküste ab. Ab Nordstrand und Husum begleitete uns die Nordsee vorbei an der Elbemündung bis nach Bremerhaven. Ein letzter Blick zur See und den vorgelagerten ostfriesischen Inseln und weiter folgten wir der Weser, bis diese ihre Richtung nach Osten änderte. Vorbei an Oldenburg, Osnabrück und Münster steuerten wir bei besten Segelflugbedingungen das Ruhrgebiet und hier das VOR HMM an. Dort bog unser Kurs zum VOR BAM ab und bald hatten wir Kontakt zum Flughafen Köln/Bonn EDDK, wo wir auch problemlos die Erlaubnis zum „Midfield-crossing“  bekamen. Zum Abschluss unserer Reise über eine Strecke von über 3.400 NM oder auch  ca. 6400 Kilometer und zum nördlichsten Punkt Europas gestattete uns der Controller von EDDK einen low approach auf die 14 L.

Wenige Minuten später ordneten wir uns in die Platzrunde Hangelar EDKB zur Landung auf der 29 ein. Strahlende Gesichter  unserer Frauen hießen uns zu Hause herzlich willkommen.

Eine tolle Reise, viele Eindrücke, großartige Flüge und ungewöhnliche Landschaften, wie wir sie nicht kennen, haben wir in den letzten 10 Tagen erlebt. Überaus nette und hilfsbereite Menschen haben wir immer angetroffen. 

Danke an den aeroclub bonn-hangelar e.v., der uns für diese Reise seine schöne Super Dimona zur Verfügung stellte. Außerordentlich wichtig für die sichere Flugdurchführung war die ständige qualifizierte und differenzierte meteorologische Beratung durch unsere beiden "Wetterfrösche" Bernd und Sven. Ihnen dafür ein herzliches Dankeschön. Ein besonderer Dank gilt unseren lieben Frauen, die uns diese Reise ermöglichten.

The Eagle has landed!

12.6.11 23:23

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(13.6.11 01:25)
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claudia

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